Faszination eSports

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Foto: Gabriel.gagne CC BY-SA 4.0

In den 1990er gab es mal eine gesponserte Tastatur oder eine Grafikkarte. Heute aber ist eSport ein milliardenschweres Geschäft. Die Big Names der Computerindustrie finanzieren nicht nur Turniere sondern Mannschaften und die Superstars der Szene. Aber was ist an eSport so faszinierend? 

„Mach doch lieber etwas Vernünftiges, mit dem du später einmal Geld verdienen kannst!“ Solch einen Spruch haben sicher schon viele junge Gamer gehört. Aber nicht immer liegen die besorgten Eltern mit dieser Aussage richtig. „eSports“ – also professionelles Computerspielen – hat sich inzwischen zu einem weltweit boomenden Profisport mit diversen Ligen und millionenschweren Sponsoren entwickelt.

LoL (League of Legends), Dota2, FIFA oder CoD (Call of Duty) heißen die einige der großen eSports-Turniere, die inzwischen sogar große Hallen füllen und Millionen Fans an die Bildschirme locken. Da wundert es nicht, dass finanzkräftige Sponsoren aus dem IT-Business, wie zum Beispiel ASUS, Intel oder Xbox die Möglichkeiten dieses interessanten Werbeumfelds nutzen. Aber auch IT-fremde Unternehmen wie Pizza Hut oder Wüstenrot wurden schon unter der Finanziers gesichtet

Am Anfang stand ein Ferrari

In den 90ern trafen sich die Nerds noch zu LAN-Parties, um gemeinsam zu „zocken“. Dabei wurden sicher größere Mengen Chips und Cola verbraucht. Geld verdient aber wohl kaum. Höchstens gab es mal eine gesponserte Tatstatur, einen Monitor oder eine Grafikkarte umsonst. Aber schon 1997 konnte bei dem legendären eSports-Event „Red Annihilation“ ein nagelneuer Ferrari gewonnen werden, den dann der Chinese Dennis „Tresh“ Fong nach Hause fuhr.

Da sind heute ganz andere Dimensionen möglich. Bei der 2015er Weltmeisterschaft in Dota2 zum Beispiel wurden über 18 Millionen US-Dollar an das Gewinnerteam „Evil Geniuses“ ausgeschüttet. Abzüglich der Abgabe an ihren „Clan“ bekam dabei jeder der fünf Spieler etwa eine halbe Million Dollar. Bei uns sind die Summen noch etwas bescheidener. Der best verdienenste deutsche eSportler, der iranischstämmige „KuroKy“ Salehi Takhasomi, hat in den letzten fünf Jahren etwa 570.000 Euro an Preisgeldern erzielt. Dazu kommen noch Sponsorengelder und sein Grundgehalt beim „Team Liquid“.

Und die Zukunft…

Ein Ende des eSport-Booms ist derzeit nicht abzusehen. Die bestehenden Ligen zeigen sich nach wie vor ziemlich vital und weitere Entwickler stehen auf dem Sprung, den Platzhirschen ein Stück vom Kuchen streitig zu machen. Die Zuschauerzahlen bei den großen Events gehen weiterhin nach oben, und immer mehr Menschen schalten sich virtuell zu den großen Game-Duellen zu, um die faszinierende Stadionatmosphäre zu genießen. Um die Zukunft des eSports braucht man sich zurzeit also keine Sorgen zu machen.

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