Konter Time Out

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In jedem Sport kommt es darauf an, im Rahmen der Regeln die bestmögliche Leistung zu erreichen. Dazu gehört auch, die Regeln bis an ihre Grenzen zu bringen. Das Konter Time Out ist ein netter Trick bei ITSF, mit dem man die Regeln auf eine interessante Weise ausreizen kann

Nachdem der Gegner ein Time Out genommen hat und das Spiel wieder aufnehmen möchte, startet das Fertig-Protokoll. Auf die Frage „Bereit?“ nimmt man ein Time Out.

Ist das legal?

In §9 heißt es: „Sollte der Ball nicht im Spiel sein, dürfen beide Mannschaften ein Time Out nehmen.“. Man kann also ein Time Out nehmen, weil der Ball nicht im Spiel ist. Wäre der Ball im Spiel, wäre auch kein Fertig-Protokoll nötig. Diese Erklärung wurde mir bereits von zwei International Schiedsrichtern bestätigt und auch schon im Spiel getestet.

Was bringt das Konter Time Out?

Das Konter Time Out lebt vor allem vom Überraschungsmoment. Alle mit denen ich bisher darüber gesprochen habe, glaubten mir anfangs nicht, dass es erlaubt ist. Sogar in der Bundesliga waren 7 Nationalspieler der Meinung, dass es das Konter Time Out nicht geben kann. Der Gegner verliert also jegliche Konzentration für das Spiel. Das macht das Konter Time Out vor allem bei Matchbällen interessant.

Ohne den Überraschungseffekt wird das Konter Time Out allerdings recht nutzlos. Man bekommt im Prinzip nur 30 Sekunden mehr Zeit.

Aber bevor man ein übriges Time Out beim Matchball verstreichen lässt, kann man diesen Trick ausprobieren und hoffen, dass der Gegner ihn noch nicht kennt.

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Über Lukas Übelacker 46 Artikel
Lukas Übelacker ist Gründer von „Ungeblogt“ und spielt Bundesliga für den 1. Kicker Club Kaiserslautern. Bei P4P hatte er 2014 seinen Durchbruch als zweitbester Neuling des Jahres. Seit 2016 ist er Vizepräsident Ausbildung des DTFB und in der Rules Commission des ITSF.

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