Beim Passspiel von 5 auf 3 gibt es nicht nur viele Pässe zu meistern. Auch die Ballführung vor dem Pass will geübt sein. Sie entscheidet darüber, wie gut man die Pässe technisch spielen kann und wie gut man sie vorbereiten kann, um auch die richtige Entscheidung treffen zu können.

Ein möglichst gutes Setup ist angenehm zu spielen, schwer zu durchschauen und variantenreich. Um das zu erreichen gibt es verschiedene Dinge, auf die man achten kann.

Ball langsam laufen lassen

Ein Standpass wäre das ideale Setup, weil es dann am einfachsten ist, den Pass technisch zu spielen. Außerdem muss man den Ball nicht im Auge behalten, da er seine Position nicht ändert. Da das aber zu leicht wäre, ist der Standpass verboten. Im Setup kann man aber so nah wie möglich an den Standpass herankommen, indem man den Ball langsam laufen lässt. So hat man auch viel Zeit, um Lücken auszugucken und Fakes zu spielen.

Durch die Reibung wird der Ball aber immer langsamer. Dazu kommt, dass der Ball nicht perfekt rund und der Tisch nicht absolut eben ist. Lässt man den Ball zu langsam rollen, kann er liegen bleiben und die Materialungenauigkeiten wirken sich stärker aus. Lässt man den Ball schneller laufen, läuft er geradliniger. Dadurch wird es aber wieder schwerer die Pässe vorzubereiten und zu spielen.

Man muss also den Mittelweg zwischen Standpassannäherung und sauberem Rollen finden.

Ballführung

Idealerweise rollt der Ball parallel zur Stange. Rollt er schräg, verliert man eine Menge Zeit, weil der Ball nach vorne oder hinten wegrollt. Deshalb ist es nicht gut, den Ball aus dem Backpin oder Frontpin ins Setup zu bringen (außer man möchte einen frühen Pass spielen). Besser ist Tic Tac geeignet, weil man den Ball in einer Bewegung parallel zur Stange halten kann.

Außerdem kann man die Höhe des Balls variieren. Für technisch gute Brushpässe ist es nämlich wichtig, den Ball auf der richtigen Höhe zu halten.

Je klebriger der Tisch, desto weiter vorne führt man den Ball (etwa auf Stangenhöhe); je glatter der Tisch, desto weiter hinten führt man den Ball.

Puppenstellung

Um schnell zuschlagen zu können, hält man die Puppe knapp hinter dem Ball. Man darf den Ball dabei nicht mit der Vorderseite berühren, weil man sonst einen Ein-Mann-Pass riskiert. Um sich Brushpässe zu erleichtern, kann man die Puppe seitlich leicht versetzen. Üblicherweise hält man die Puppe so, dass sie auf der Brushlinie des schwierigeren Brushs liegt. Rollt der Ball Richtung Bande, folgt die Puppe zur Bande versetzt dem Ball (auf Brushlinie des Feldpasses). Rollt der Ball von der Bande weg, folgt die Puppe von der Bande entfernt versetzt dem Ball (auf Brushlinie des Bandenpasses). Für den leichteren Brush muss man zwar erst auf die andere Seite des Balls wechseln, das geht aber sehr schnell.

Man kann diese Puppenstellung zum Ball auch als Fake verwenden.

Oben oder Unten

Viele stellen sich gerade am Anfang die Frage, ob es besser ist oben oder unten durchzulegen. Rein technisch gesehen, macht es keinen Unterschied, weil man alle Pässe gleich gut spielen kann. Das einzige was sich ändert, ist die Perspektive. Allerdings kann man nicht objektiv sagen, welche Perspektive besser ist. Jeder Spieler muss für sich selbst entscheiden, womit er sich wohler fühlt. Es ist auch nicht schlimm, wenn man sich am Anfang noch nicht sicher ist, auf welcher Seite man durchlegen möchte. Ballkontrolle und Passtechnik lassen sich sehr leicht übertragen, man hat also keine Zeit verloren, sollte man doch irgendwann wechseln wollen.

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