Trainingslager oder Wettkampf – was hilft am besten bei der Vorbereitung auf die Bundesliga?

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Foto: 1. Kicker Club Kaiserslautern

Immer mehr Tischfußballvereine professionalisieren sich. Dazu gehört auch regelmäßiges Training, gut ausgestattete Traingsräume und Equipment, einheitlicher Auftritt und Sponsoren. Der 1. Kicker Club Kaiserslautern ist einen Schritt weiter gegangen und hat in der letzten Saison ein Trainigslager eingerichtet. Wie es gelaufen ist, berichtet Lukas Übelacker für seine Mannschaft aus Kaiserslautern.

Mitte August dieses Jahres fand das Finale der Damen- und Herren-Bundesliga statt. Topspieler aus aller Welt treffen sich in Bonn, um den deutschen Mannschaftsmeister zu küren. Aber nicht nur spielerisch präsentiert sich die Bundesliga als Spitzenevent. Spielerinterviews im Vorfeld und Livestreams der Topbegegnungen lassen den Zuschauer hautnah dabei sein. Kurzum: Tischfußball entwickelt sich zum professionellen Sport.

Um dieser Professionalität gerecht zu werden, haben wir, der 1. Kicker Club Kaiserslautern, vor der Bundesliga ein Trainingslager organisiert. Dafür haben wir uns von Mittwoch bis Freitag im Schlossberg Hotel Homburg einquartiert. Dabei standen uns für den Trainingsbetrieb zwei Salons zur Verfügung.

Erste Strategie: Tischwahl

Mittwochvormittag sind wir mit den Tischen angekommen, haben sie aufgebaut und den ganzen Tag durchgespielt. Normalerweise sind wir Soccerspieler, haben uns aber in der Bundesliga für Tornado als Heimtisch entschieden. Der Tornado ist schwierig zu spielen und in Deutschland noch nicht weit verbreitet. Die strategische Überlegungen war, dass diese Wahl uns einen entscheidenden Vorteil einbringt.

Schon letzte Saison haben wir uns mit dem Bonzini für einen Fremdtisch entschieden und sind sehr gut damit gefahren. Im Gegenzug dazu bedeutet es für uns einen großen Trainingsaufwand. Die Pässe und Schüsse müssen fleißig trainiert werden. Das beste Wettkampftraining ist der Wettkampf selbst, und so standen etliche Trainingsspiele ebenfalls auf dem Programm.

Den ersten Tag haben wir fast ausschließlich am Tisch verbracht. Bei einem Mannschaftsturnier ist aber nicht nur die spielerische Leistung entscheidend. Ebenso wichtig für den Erfolg ist ein stabiles Mannschaftsgefüge. Unsere Mannschaft zeichnet sich durch einen engen Zusammenhalt aus – nämlich fernab der Tische. Deshalb stand nicht nur das Training am Tisch im Vordergrund, sondern auch die gemeinsame Zeit als Team. Ein Aufenthalt in der Sauna und im Schwimmbad standen ebenfalls auf dem Programm, wie die Geburtstagsfeier unseres Neuzugangs Pascal Pütz.

Entspannt und ausgeruht in die Wettkämpfe

Am letzten Tag haben wir noch eine letzte Trainingseinheit absolviert, bevor es mittags wieder nach Kaiserslautern ging. Die Tische und das Equipment wurden abgebaut, in die Fahrzeuge eingeladen und zurück in unserem Vereinsheim bei den Alten Knackern gebracht. Anschließend fuhren wir in aller Ruhe nach Bonn, um entspannt und ausgeruht in den ersten Spieltag starten zu können.

Das Ziel hieß ganz klar, die Playoffs erreichen, das wir – wie das Jahr zuvor – knapp verpasst haben. Wir haben uns dank Traingslager über zwei Tage Tischfußball auf höchstem Niveau gefreut. Denn es hat uns viel gebracht: In der kurzen Zeit konnten wir unsere Technik wenig verbessern, dafür hatten wir viel Zeit und auch die nötige Ruhe, sowohl Strategien zu entwickeln und einzuüben als auch unser Wir-Gefühl als Mannschaft zu stärken.

Auch wenn es nicht zum erhofften rheinland-pfälzischen Derby gegen Koblenz nicht gekommen ist, haben wir sehr gefreut, dass die Meisterschale in unser schönes Bundesland geholt wurde.

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Über Lukas Übelacker 46 Artikel
Lukas Übelacker ist Gründer von „Ungeblogt“ und spielt Bundesliga für den 1. Kicker Club Kaiserslautern. Bei P4P hatte er 2014 seinen Durchbruch als zweitbester Neuling des Jahres. Seit 2016 ist er Vizepräsident Ausbildung des DTFB und in der Rules Commission des ITSF.

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