Mentales Training III – Grundlagen des Mindset

EMPFEHLUNG

Der Zustand, wie man am besten Leistung im Sport abrufen kann, ist für jeden Menschen anders. Aber ein paar Gemeinsamkeiten lassen sich sehr gut finden. Diesen Zustand nennt man Maximum Athletic Performance State.

Er ist dadurch geprägt, dass man total „im flow“ ist. Jeder, der sich schon einmal auf einem Turnier in diesem Zustand befunden hat, kennt ihn genau.

Man ist locker, es geht einem alles gut von der Hand. Man macht sich keine Gedanken über Sieg oder Niederlage, sondern steck voll in dem Moment. Man denkt eher wenig, aber wenn man denkt, dann ist es sehr rational. Die Aktionen, die man plant, gelingen einfach und man macht sehr wenig Fehler. Selbst die Schüsse, die man im Training nicht übermäßig selbstbewusst kann, gelingen perfekt. Kleinere Rückschläge ziehen einen überhaupt nicht runter, sondern man bleibt locker und ist voll am Ball.

Hiervon kann man einige Grundlegenden Eigenschaften ableiten: Man hat den Willen zu Siegen.

Wichtig ist, dass man weiterkämpft, egal wie die Lage steht. Man muss ja dem Gegner die Chance lassen die Nerven und damit das Spiel zu verlieren. Man darf nicht zu verbissen sein. Denn wichtiger als ein Sieg ist bei dem Spiel die Lernerfahrung. Ein Berühmtes Zitat von Josef Stalin bietet sich hier an: „Der Weg ist das Ziel.“  Man muss sich permanent damit auseinandersetzen wie man sein Spiel verbessern kann. Weiterhin muss man im Spiel in Gedanken unabhängig vom Ausgang sein.

Man muss kleinere Missgeschicke einfach wegstecken lernen. Die Toleranz gegen Frustration muss hoch sein. Ein inspirierendes Video dazu bietet der berühmte Basketball-Megastar Michael Jordan in Failure. Es ist sehr wichtig, dass man lernt, Ärger zu unterdrücken.

Egal was passiert, wer sich ärgert, spielt schlecht. Manche Spieler verkrampfen sich dann sogar für ein paar Sekunden und reagieren überhaupt nicht mehr. Dies lässt sich sehr leicht ausnutzen. Meine Leitlinie hierzu ist, dass ich meinem Gegner nicht die Genugtuung gönne, dass er sieht, wie ich mich ärgere. Wenn ich auf der anderen Seite stehe und mein Gegner ärgert sich, dann baut mich das richtig auf. Wer erstmal davon überzeugt ist zu verlieren, kann gar nicht mehr gewinnen. Man braucht also eine gewisse Gelassenheit und Lockerheit.

Wichtig ist auch, dass man nicht unter Adrenalin spielt, weil dann kann man nicht mehr rational Denken. Shakespeare: „There is nothing eigther good or bad, but thinking makes it so„. Ist ein ziemlich tiefgehendes Zitat. Wenn man zum Beispiel eine Standardsituation wie zum Beispiel einen Schuss aufs Tor betrachtet und diese in unterschiedlichen Kontext packt, dann geben wir diesem Torschuss eine sehr unterschiedliche Bedeutung. Abhängig, ob das im Schusstraining alleine, im Spieltraining, im Turnier, Satzball im Turnier oder ein Matchball im Turnier ist. Aber die Aktion bleibt genau die selbe.

Mike Tyson, nicht nur ein großartiger Boxer sondern ebenfalls ein großer Philosoph, hat dazu gesagt: „Boxing is all about sprituality“. Und dieses Zitat bringt es ziemlich auf den Punkt. Man muss in dem Moment leben und darf sich keine Gedanken über Vergangenheit  oder Zukunft machen. Alle Gedanken, die nicht zu der aktuellen Spielsituation gehören, müssen ausgeblendet werden. Gleichzeitig bringt es einem sehr viel, wenn man den Spielsituationen keine Wertung (z.b. Glück, Pech, etc.) bzw. möglichst wenig Bedeutung gibt. Weiterführend sollte man es auch tunlichst vermeiden, von sich zu denken, dass man eine Matchballschwäche hat. Dadurch verschlimmert man seine Chancen auch noch.

Das waren ein paar grundlegende Gedankengänge zum Mindset in einem Spiel. Es gibt viele Wege wie man diesen Zustand erreichen kann. Der beste Weg ist sicherlich von Spieler zu Spieler unterschiedlich. Im nächsten Artikel beschreibe ich ein paar Techniken, die man zur Hilfe nehmen kann, um locker zu bleiben.

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